Das griechische Buffet der Taverna Poseidon, dahinter das beleuchtete Logo an der blauen Wand

Taverna Poseidon Yia sou und Moin

Kunde Taverna Poseidon, Leck
Leistungen Design, Code, Content
Ort Leck, Nordfriesland
Kategorie Gastronomie

Seit 2009 kocht die Taverna Poseidon griechisch in Nordfriesland. Wir haben ihr einen Auftritt gebaut, der beide Herkünfte trägt, mit digitaler Speisekarte, offen ausgeschriebenen Preisen und einer Karte, die ohne Google auskommt.

Zwei Welten, ein Haus

Katja und Jemil Bosch haben die Taverna im Dezember 2009 an der Bahnhofstraße in Leck eröffnet und sitzen heute mitten im Ort an der Hauptstraße, gegenüber vom Schafmarkt. Sie bringen Flensburg und Thessaloniki mit, und genau daraus besteht die Marke.

Ihr eigener Satz dafür steht auf der Seite: Yia sou und Moin. Zwei Begrüßungen, zwei Herkünfte, ein Haus. Wir mussten die Positionierung nicht erfinden, sondern nur aufhören, sie unter Adjektiven zu vergraben.

Das Logo der Taverna Poseidon: Poseidon mit Dreizack über einer Welle, als Linienzeichnung

Das Buffet als Taktgeber

Jeden Freitag und Samstag ab 17 Uhr gibt es das griechische Buffet. Das ist der wiederkehrende Anlass, an dem sich der ganze Auftritt ausrichtet. Kein wechselndes Angebot, sondern ein fester Termin, den man sich merken kann.

Die Preise stehen dabei offen auf der Seite: 26,90 Euro pro Person, 36,90 Euro inklusive fünf Getränken, Kinder unter sechs kostenlos, unter zwölf zum halben Preis. Vegetarisch und vegan sind mitgenannt, nicht nachgereicht. Wer vor dem Anruf wissen will, was der Abend kostet, muss niemanden fragen.

Eine Speisekarte, kein PDF

Die Karte liegt als eigene Seite vor, gegliedert in Speisen, Getränke und Desserts. Jedes Gericht mit Nummer, Beschreibung, Preis und den Kennzeichnungsziffern für Zusatzstoffe und Allergene, die eine Gastronomie ohnehin führen muss.

Der bequeme Weg wäre ein hochgeladenes PDF gewesen. Das liest sich auf dem Telefon aber schlecht, lässt sich nicht durchsuchen und veraltet still vor sich hin. Als Seite ist die Karte auf jedem Gerät lesbar und in Minuten geändert, wenn sich ein Preis bewegt.

Gastraum mit gedeckten Tischen, daneben das Regal mit Olivenöl, Wein und Feinkost

Ein Laden, der keiner ist

Neben dem Essen verkauft das Haus eine kleine Auswahl griechischer Produkte: Olivenöl, Wein, Metaxa, Ouzo, Feinkost und Aoritiko, einen Thymianhonig aus einer Familienimkerei in den Bergen Kretas, den Jemil auf einer Reise entdeckt hat.

Dafür braucht es keinen Shop mit Warenkorb und Versandkosten. Es braucht eine Seite, die erzählt, woher der Honig kommt, was er kostet und dass man ihn beim nächsten Besuch mitnehmen kann. Ein Sortiment von sechs Dingen verträgt keine E-Commerce-Maschinerie. Es verträgt eine gute Geschichte.

Genuss-Gutschein der Taverna Poseidon mit Wortmarke, Mäander und Poseidon-Signet

Reserviert wird am Telefon

Reservierungen laufen ausschließlich telefonisch, und das steht so auf der Seite, samt Begründung: weil der Besuch persönlich geplant werden soll. Kein Formular, kein Verfügbarkeitskalender, keine Bestätigungsmail.

Für ein Haus dieser Größe ist das die ehrlichere Lösung. Ein Buchungssystem verspricht eine Automatik, die in der Küche ohnehin niemand bedient, und es kann ausfallen, während ein Telefon das nicht tut.

Ankommen ohne Google

Die Anfahrtskarte auf der Kontaktseite läuft über OpenStreetMap statt über Google Maps. Das ist kein Selbstzweck: Eine eingebettete Google-Karte lädt Skripte von Google und meldet jeden Seitenaufruf dorthin, ein Umstand, der eine Einwilligung nötig macht, bevor die Karte überhaupt erscheinen darf.

Die Kartenkacheln kommen stattdessen ohne diesen Anhang. Wer wissen will, wo die Taverna liegt, sieht sofort eine Karte und nicht erst einen Cookie-Dialog.

Das Ergebnis

Ein Auftritt, der die drei Fragen beantwortet, die vor einem Restaurantbesuch tatsächlich gestellt werden: Was gibt es, was kostet es, wann habt ihr auf? Dazu die Geschichte eines Hauses, das seit 2009 zwei Küchen und zwei Temperamente unter einen Hut bringt, und mit dem Dienstag als Ruhetag die einzige Information, die man sich merken muss.

Karte, Buffet-Termin und der Weg zum Haus stehen ohne Cookie-Dialog da. Und die Reservierung läuft telefonisch, weil ein Buchungssystem in dieser Küche ohnehin niemand bedienen würde.

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